Mediation

Die gesellschaftspolitischen Realitäten führten in den letzten Jahren zu einem steigenden Bedarf an gewaltfreien Konfliktlösungsmöglichkeiten. Zudem erhöht sich der Aufwand in rechtlichen Streitverfahren beträchtlich., was bei den Beteiligten zu erheblichen Irritationen und Folgekosten führt. Mediation (lat.:Vermittlung) als eine Form von Konflikt- management hat als eine mögliche Antwort auf diese Probleme rasant an Bedeutung zugenommen.

Dieses konstruktive Verfahren zeichnet sich insbesondere durch seine Verfahrensklarheit und Effizienz aus. Verfahrensziel ist die Streitregulierung durch die aktive Mitwirkung der Konfliktbetroffenen selbst unter freiwilliger Hinzuziehung eines neutralen („allparteilichen“) Mediators/In ohne inhaltliche Entscheidungsgewalt. Das ganze Verfahren berücksichtigt außerdem die jeweiligen rechtlichen, organisatorischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Streitparteien.

Durch die Identifikation der Parteien mit dem Ergebnis  – bei positivem Verlauf -entstehen Vereinbarungen, die regelmäßig eine höhere Akzeptanz und Umsetzungswahrscheinlichkeit der erzielten Ergebnisse zur Folge haben. Erste Untersuchungen weisen darauf hin, dass sie in vielen Fällen gerichtlichen Entscheidungen überlegen sind. Dabei finden die Vereinbarungen nicht in einem rechtsfreien Raum statt. Vielmehr wird der Entscheidungsspielraum von Recht individuell genutzt. Die Folge ist eine höhere wirtschaftliche Rentabilität sowie soziale Stabilität nach einem Streitregelungsverfahren.

Wirtschaftsmediation

Konflikte sind sowohl in kleinen als auch größeren Betrieben „an der Tagesordnung“. Dies ist normal. Führen Konflikte aber zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, kann die Mediation die Konfliktparteien wieder zusammenführen. Dabei können Konfliktparteien Einzelpersonen oder auch Parteien sein.

Insbesondere für Betriebe kann die Art und Weise, wie mit Konflikten generell umgegangen wird, entscheidend für den Erfolg des Unternehmens sein.

Darüber hinaus kann die Mediation erheblich dazu beitragen, dass die Kosten gesenkt werden, die durch Konflikte verursacht werden. Denn Konflikte können lähmen und so versteckte Kosten verursachen. Dies erkennen Betriebe zunehmend und nutzen das Verfahren der Mediation.

Sollten auch Sie Regelungsbedarf in Ihrem Betrieb haben, könnte Mediation eine Alternative darstellen. Melden Sie sich unverbindlich. Ein persönliches Gespräch kann helfen, Fragen konkret zu klären.

 

Mediation im öffentlichen Bereich

Konflikte treten in allen Lebensbereichen auf. Insbesondere geschieht dies auch im öffentlichen Bereich (Schulen, Verwaltungen, Bauvorhaben, Raumordnungsveränderungen, unterschiedliche Mieterinteressen, Umweltkonflikte, Konflikte in Gemeinden, Dienstleistungsbetrieben u.v.m.), in dem sich seit ca. 10 Jahren das Mediationsverfahren als eine zusätzliche Möglichkeit zur Konfliktregelung etabliert.

Von unterschiedlichen Interessen zwischen zwei Parteien bis hin zu komplexeren Verfahren bei Strukturveränderungen (z.B. Baumaßnahmen) sind viele Konflikte real und zeigen massive Auswirkungen. Hier kann die Mediation deutlich dazu beitragen, dass tragfähige Lösungen von allen Beteiligten erarbeitet werden.

Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit von Konflikten in der Zukunft. Hinzu kommt die derzeitige Verschärfung der gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die ebenfalls zu Veränderungen führt. Durch Mediation begleitete Veränderungen können entschärfen und die Beteiligungsbereitschaft der Betroffenen erhöhen.

 

Familienmediation

Hier werden Menschen in Familiensystemen angesprochen. Immer dann, wenn in einer Paar- oder/und Familienbeziehung Konflikte auftreten, die einen „neutralen Dritten“ als hilfreich erscheinen lassen, kann dieses Verfahren angewandt werden.

Dabei kann es beispielsweise gehen um:

  • Schulwechsel eines Kindes
  • Nachlassregelungen
  • Sorgerechtsfragen
  • Grundsätzliche Fragen in Beziehung und Familie
  • Außergerichtliche Trennungen

Gerade bei der außergerichtlichen Trennung, welche durch Mediation begleitet wurde, weisen erste Studien darauf hin, dass es qualitative Unterschiede zu den rein gerichtlichen Verfahren gibt. Bei manchen Fragestellungen kann bereits eine einzelne Sitzung ausreichend sein. Andere Schwierigkeiten benötigen mehrere gemeinsame Sitzungen. Wenn Sie hierzu Fragen haben, können Sie gerne Kontakt aufnehmen.